📍Aula [Löw]
Wie fühlt sich Universität heute an?
Zwischen digitalen Umbrüchen, gesellschaftlichen Spannungen und steigenden Anforderungen im Studien- und Arbeitsalltag bewegt sich unser gemeinsamer Bildungsraum in einem Spannungsfeld, das viele von uns täglich spüren – als Studierende, als Lehrende, als Mitarbeitende.
Die Herausforderungen sind real:
Die fortschreitende Digitalisierung verändert Lehr- und Lernprozesse grundlegend. Gleichzeitig fordern gesellschaftliche Krisen und politische Dynamiken unsere Orientierung. Begrenzte Ressourcen und wachsender Wettbewerb treffen auf eine Studierendengeneration, deren Bedürfnisse ebenso vielfältig wie dringlich sind – nicht zuletzt angesichts der viel diskutierten Entwicklungen rund um mentale Gesundheit und Belastung im Studium. Auch Lehrende und Mitarbeitende sehen sich in Teilen mit einer Verdichtung von Aufgaben und Erwartungen konfrontiert.
Doch genau hier beginnt die zentrale Frage, die wir gemeinsam diskutieren möchten:
Wie kann es gelingen, als Universität zugleich stabil und innovativ zu bleiben?
Resilienz als gemeinsames Projekt
Resilienz bedeutet in diesem Kontext mehr als bloße Widerstandsfähigkeit. Es geht um die Fähigkeit unserer Universität, auf Veränderungen nicht nur zu reagieren, sondern sie aktiv zu gestalten – in Studium und Lehre, in Strukturen und in der täglichen Interaktion.
Im Mittelpunkt stehen dabei Kompetenzen wie:
- der produktive Umgang mit Unsicherheit,
- Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit,
- kollektive Lernfähigkeit sowie
- ein gestärktes Bewusstsein für Selbstwirksamkeit.
Worum es in der Diskussion geht
Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Studium, Lehre und Verwaltung wollen wir der Frage nachgehen, wie Resilienz konkret gefördert werden kann:
- Wie gestalten wir lernendenzentrierte, hochschuldidaktisch fundierte Lehre, die Orientierung und Freiraum zugleich bietet?
- Welche Rolle spielen Gesundheitsmanagement, Beratung und präventive Unterstützungsstrukturen für eine nachhaltige Studien- und Arbeitskultur?
- Wie können Weiterbildung und Personalentwicklung Lehrqualität stärken und Innovation ermöglichen?
- Welche Bedeutung haben Schlüsselkompetenzen und überfachliche Fähigkeiten für den Studienerfolg in einer unsicheren Welt?
- Wie nutzen wir digitale Infrastrukturen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren?
- Und nicht zuletzt: Welche institutionellen Rahmenbedingungen braucht es, damit Qualität, Offenheit und Zukunftsfähigkeit nicht dem kurzfristigen Druck geopfert werden?
Warum Sie teilnehmen sollten
Diese Podiumsdiskussion ist mehr als ein Programmpunkt – sie ist eine Einladung:
- An Studierende, ihre Perspektiven einzubringen und die Zukunft ihres Lernens aktiv mitzugestalten.
- An Lehrende, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam neue Wege guter Lehre zu denken.
- An Mitarbeitende, ihre Rolle im Gesamtgefüge sichtbar zu machen und Impulse für nachhaltige Strukturen zu setzen.
Denn Resilienz entsteht nicht im Alleingang – sie wächst im Dialog.
Gemeinsam Zukunft ermöglichen
Wenn es gelingt, resiliente Strukturen und Kulturen zu entwickeln, entstehen nicht nur bessere Studienbedingungen. Es entstehen echte Bildungserfahrungen: Erfahrungen, die tragen, die befähigen und die verbinden.
Seien Sie dabei. Diskutieren Sie mit. Gestalten Sie mit uns die Lehre von morgen.